1.4410: Nichtrostender, austenitisch-ferritischer korrosionsbeständiger Super-Duplex Stahl

Von kalt auf heiß und wieder zurück: Starke Temperaturschwankungen gehören zu manchen Industrien einfach dazu. Und wenn dann noch Feuchtigkeit dem Material zusetzt, kommt es auf die Qualität des Stahls an. Und da haben wir 1.4410. Der 1.4410 wurde besonders für solche Situationen konzipiert, bei denen der Stahl eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit in einer sauren und chloridhalten Umgebung aufweisen und besonders stabil gegenüber Lochfraß und Spannungsrisskorrosionen sein muss.

Und gerade diese Stabilität und Festigkeit gegen Spannungsrisskorrosionen ist sehr wichtig, denn feine Risse am Stahl erkennt man mit dem bloßen Auge nicht. So sieht der Stahl nach außen noch stabil und intakt aus, während er im Innern bereits stark an Stabilität verloren hat.

Doch was genau zeichnet den Stahl mit der Werkstoffbezeichnung 1.4410 denn aus? Was unterscheidet ihn von anderen Stahlarten? Und warum ist er so standfest und langlebig?

1.4410: Sehr gute Korrosionsbeständigkeit

Eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit ist ein wesentliches Merkmal des 1.4410. Dieser Stahl findet daher besonders in der On- und Offshore-Industrie, der Meerestechnik, der Meerwasserentsalzung Anwendung, aber ebenso in der chemischen und petrochemischen Industrie. Darüber hinaus findet man den 1.4410 auch noch oft im Behälter- und Rohrleitungsbau sowie in der Textil- und Zellstoffindustrie.

Die Offshore-Industrie setzt den 1.4410 häufig ein, denn dieser Stahl eignet sich besonders gut bei einer Kühlung mit Meer- oder Brackwasser. Kunden, die in der Offshore Industrie tätig sind – etwa auf Ölbohrinseln und bei Windparks in der Nordsee – greifen oft auf den 1.4410 zurück.

Mechanische Eigenschaften von 1.4410

Optimale Verarbeitungseigenschaften werden durch eine Wärmebehandlung im Temperaturbereich zwischen 1.040 und 1.120 Grad Celsius mit anschließend rascher Abkühlung im Wasser erreicht.

Wenn der 1.4410 geschmiedet werden soll, muss der Stahl langsam auf 1.100 Grad Celsius gebracht werden. Die Warmumformung kann zwischen 1.000 und 1.200 Grad Celsius vorgenommen werden.

1.4410 kann man sehr gut schweißen. Beim Schweißen ist weder eine besondere Maßnahme noch eine Wärmebehandlung zu beachten.

Allerdings gestaltet sich die spanabhebende Bearbeitung bei diesem rostfreien Edelstahl wegen seiner Zweiphasenstruktur aus Austenit und Ferrit sowie der höheren Festigkeitseigenschaft als sehr schwierig. Der 1.4410 kann daher nur sehr schwer gedreht, gefräst oder geschliffen werden.

Dank der jahrelangen Erfahrung rund um das Thema Edelstahl, Langprodukte und Rohrzubehör haben wir von STAPPERT ein kompetentes Team, das alle Fragen beantwortet. Wenn Sie daher Fragen zu 1.4410 haben, kontaktieren Sie uns einfach. Wir helfen Ihnen gerne. Denn zwei Dinge sind uns besonders wichtig: Kompromisslose Qualität und eine hohe Kundenzufriedenheit.

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